Von Sylvia Plath machen etliche Zitate die Runde. Heute war eines auf den Bildschirmen der Berliner Untergrundbahnen zu lesen, das ich noch verstehen möchte. „Die internationale Sicht ist die Weltanschauung der Zukunft.“ Entnommen einem Brief aus dem Februar 1955. Später stieß ich woanders auf diesen Satz hoffender Selbstvergewisserung: „Küß mich, und du wirst wissen, wie wichtig ich bin.“ Dann auf: „Ich rede mit Gott, aber der Himmel ist leer.“ Ja, es wäre schön, mit Sylvia Plath zu reden dort drüben, wo Zeit und Raum nicht mehr trennen, vorausgesetzt, sie ließe das geschehen und die Sprache der Engel fiele uns zu.
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