„Wir messen uns an den Augen derer, die wir lieben.“ Spielfilmmoral. Der Sprecher bringt die Geschichte und zuende, die letzten Risse werden verspachtelt. Die Lehre, die aus dem Gesehenen und Erfahrenen gezogen werden mag (sofern das unbedingt nötig ist), wird ausbuchstabiert, ruiniert das Gezeigte und entlarvt es als lediglich Vorgeführtes solcher Lehre wegen. Wir möchten nicht pädagogisiert werden, auch nicht für eine gute Sache. Die Satzergänzung ist das Entscheidende. Das Gute wird nicht noch mehr gut durch Agitation, Penetration, Repetition.
Messen wir uns an den Augen derer, die wir lieben? Ja, ich tue das. Wenn ich etwas tue, denke ich an diejenigen, die mir wichtig sind und stelle mir vor, wie ich mit ihnen über das spreche, was ich denke, fühle, sage. Ich möchte ihnen nicht zu Gefallen sein. Aber es wäre mir lieb, wenn sie mich verstehen könnten. Das wäre schön. Ich kann an ihnen vorbei, aber es kostet Kraft. Ich möchte nicht an ihnen vorbei, sondern mit ihnen sein und denken, fühlen, leben, feiern. So ist das.
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