Im Film verzeihlich, im Leben tödlich

Manchmal verstehen die Filmemacher nicht genug von der Materie. Ein wärmendes und scheinbar „großes“ Feuer aus lauter fingerdünnen Zweigen wird schnell erlöschen. Der Held darf sich neben solchem Feuer nicht zur Ruhe legen, auch wenn er sich zuvor mit dem Messer eine Kugel aus dem Oberarm entfernen mußte und die Wunde anschließend verödete, indem er dieses Messer in die Glut tauchte, bis es heiß genug war. Die Operation wird bei eisigen Temperaturen vollzogen; der Patient, der sein eigener Arzt ist, legt sich mit freiem Oberkörper in den Schnee, taub vor Schmerz und wie von Sinnen. Aber dieses Feuer wird ihm nicht helfen. Es ist kein Strohfeuer, das nicht. Aber ein Feuer wie für die Kamera, nicht für das Überleben.


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