Sich finden

Das wird sich finden. Eine Redensart, aber eine gute. „Das“ ist das, worum es geht, „wird“ weist in die undurchdringliche Zukunft „sich finden“ bedeutet, (still und heimlich) gesucht oder ersehnt zu haben. „Das wird sich finden“ kann aber auch heißen, daß es sich nicht findet, da es dem Schicksal oder einer anderen bestimmenden Größe „nicht im Traum einfällt“, das zu besorgen, was nicht ins Aufgabenfeld des Schicksals oder der anderen bestimmenden Größe fällt, sondern in das der handelnden Personen. Aufs Schicksal ist kein Verlaß, klagte bereits Seneca, und wenn es nicht Seneca war, war es ein anderer Denker unserer Hemisphäre, zu Spott aufgelegt angesichts der skandalösen Unzuständigkeit der Sterne und Götter.


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