Es ist nach Mitternacht. Die Oberlichter der Fenster sind geöffnet. Noch kühlt es sich nachts ab. Ich sehe nach: 24°C. Im Verlauf des Tages sollen es 36 werden. Ich könnte Heißer Sommer von Uwe Timm wieder lesen. Mir ist aber mehr nach Die fünfte Jahreszeit (1979) von Günter Seuren. Ich habe sein Buch nicht zuende gelesen, und das möchte ich ändern. Wer etwas erfahren möchte über Motivation, könnte dieses Buch lesen. Es handelt von Macht und Unterordnung und Leistung. Günter Seuren ist tot, er starb 2003, siebzigjährig. Mir ist, als hätte kaum jemand ihn bemerkt. Er wird in die „kritische Generation“ hineingezählt, den sogenannten Achtundsechzigern zugeordnet. Die fünfte Jahreszeit handelt vom Leben im und für den Sender. Eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ist gemeint, unschwer ist der WDR zu erkennen. Man kann den Roman antiquarisch günstig erwerben, ich werbe für ihn. Botho Strauß‘ Rumor ist dem nahe. Die uneingepaßten Einzelgänger, argwöhnisch beäugt, uneingestanden bewundert.
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