Durst

Wenn es zu trocken wird vor Vernunft, sage ich mir: Die Wüste lebt. Mögen die Geier über mir kreisen, ich sende ihnen einen Schwur: Lebend kriegt ihr mich nicht. Soll der Sternenhimmel hoch und strahlend sein. Bisher nur einmal durchquerte ich eine Wüste, in einem roten Toyota-Mietwagen. Ich war viel zu jung, um mich zu fürchten. Es dauerte Stunden, wir hatten Zeit. Geröllfelder, Farbtöne, Höhenzüge. Über uns ein Himmel, aus dem es nicht regnet. Spärlicher Pflanzenbewuchs an den Ränder der großen Wüste, wo sie übergeht ins Steppenland. Wohltat des gelbgrünen Grases in einem Jahr der Dürre.


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