Ruhe, Nahrung und Aufregung im Hühnerstall

„Regelmäßig schlafen. Geregelte Mahlzeiten. Streß vermeiden. Ein Zeitplan.“ (Homeland, St.2, E.1) Gott ja, so sollte man leben. Wenn man so leben kann oder möchte. Ich lese Regel, Maß, Vermeidung, Plan. Manche mögen Beschränkungen und Begrenzungen oder sollen, auf ärztlichen Rat, in sie hineinfinden. Angeblich tun sie gut. Angeblich helfen feste Strukturen, nicht nur den Tag, sondern das weitere Leben bewältigt zu bekommen. Walten heißt herrschen. Herrschaft über sich selbst, schön. Doch auf welches Ziel hin? Sagen wir es: das Funktionieren innerhalb des Bestehenden. Ist es schön, zu funktionieren? Besser funktionieren, als gar keine Rolle mehr zu spielen? Ich verstehe die Streuner und Penner bestens, mache mir aber nichts vor, was sie Tag und Nacht leisten müssen, um zumindest zu überleben. Es gibt keine Schlaraffenlandfreiheit. Aber deshalb Untertanenmoral verkünden, bitte nicht. Ab und an schlafen, ab und zu was essen, sich hin und wieder stressen, die Zeit verstreichen lassen und bemerken, daß ihr ein Konzept unterliegt.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Ruhe, Nahrung und Aufregung im Hühnerstall

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert