Blockbauweise

Die Unbefangenheit, ein Gedicht zu schreiben, ist mir nicht gegeben. Gedicht ist wie Gebet. Ich kann unmöglich drauflos beten – es sei denn, ich kann plötzlich doch. Das Müssen möchte ich aus Gedichten und Gebeten heraushalten. Wir müssen nicht singen, wir müssen nicht die Götter ansprechen. Wir könnten es lassen, wir könnten uns ganz und allein auf uns selbst verlassen. Der Reim ist unfreiwillig, den macht die Phonetik. Ist die Versgrenze auch die Satzgrenze, soll sie es sein. Welchem „Strukturprinzip“ unterliegen die Versgrenzen, außer der gestalterischen Willkür. Ich habe Fragen an das Gedicht, die ich beantworten möchte.


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