Im Schatten der Gärten unter alten Bäumen

Gestern schon und vorgestern auch bin ich durch Berlin gelaufen wie durch ein Labyrinth. Das Zauberhafte und Versteckte, lauschige Stätten, Menschen mit schönem Verstand. Ich bin es leid, die Ödnis zu erforschen. An ihr habe ich mich zwei Jahre erprobt und blicke darauf zurück wie auf eine miese Netflix- oder Disney-Serie. Ich habe Tränen der Rührung in den Augen, da ich mich selbst sehe im Kampf um Selbstbehauptung, Schutz suchend unter lauter Angstleuten, die mir nicht trauen, sich nicht trauen, also den Nachrichten trauen. Zurück zum Schönen – die große Stadt ist voller Verstecke, Schlupflöcher, Oasen. Ich verschnaufe nun, kann zurückkehren in die große Freundlichkeit, demnächst schon. Ich habe nichts vergessen, keine Sorge. Ich möchte auch, daß man hier, im Café der besten Aussichten und der verpaßten Züge, nachlesen kann, was ich wann dachte und empfand. So viel Anstand muß sein.


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