Samstagsfrage

Wer die Freude nicht kennt oder nur von weitem betrachtet wie etwas Verdächtiges oder Unanständiges (vor dem man sich in achtnehmen muß oder vor Ansteckung schützen), dem wird schwer zu helfen sein. Ich kenne Gesichter, die kenzeichnet ein unaufhörliches Beleidigtsein. Es gibt auch solche, die kennen nur die Schadenfreude und warten aufs nächste Mißgeschick derer, die sie beneiden. Ach, das Häßliche – daß es da ist – es dient dem Kontrast. Hat es zugenommen, dehnt es sich aus? Als Kind habe ich das gefürchtet, so sehr. Bald, dachte ich, wird es nirgendwo mehr schön sein. Die Geldmenschen werden alles (!) vernichten, was sich nicht ihren Zwecken unterwirft. Damals war ich fünfzehn, heute bin ich siebenundfünfzig. Was ist aus mir geworden, wie lebt es sich denn?


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