Wenn man nicht mehr weiter weiß, benötigt man eine Vision. Schwitzhütte, Fasten, Schlafentzug, Halluzinogene. Das bisherige Leben ist tot, nun wird es abgelegt. Häutungen. Schmerzen und Angst. Bald treten die wirklichen Mächte auf. Hunger, Durst, Einsamkeit, Verzweiflung. Ausharren – die Geister sind Gäste, sie kommen und gehen. Ein jeder benötigt Zeit und möchte wirken. So möge er wirken. Die Geister wollen empfangen sein und wüßten gern, wer du bist. Sie sagen, ohne eigens sprechen zu müssen, daß sie nichts über dich wissen. Du hättest dich nur undeutlich gezeigt. Wer also bist du? Das war der Anfang. Lügen funktionieren nicht mehr, und es geht auch nicht mehr um Gerede. Versionen sind uninteressant. Jedes einzelne Wort wiegt. Kaum mehr läßt sich was sagen. Wem auch? Die Wörter, die gedacht werden, nähern sich dem wahren Gefühl. Das Denken durchschaut seine Zweifel. Schon stellen sich erste Zeichen ein. Was ist Wirklichkeit. Es gibt nur noch diese eine Wirklichkeit, und aus ihr ergeben sich die Handlungen.
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