Einschlag

Manchmal wünscht man sich eine Idee. Das bedeutet nichts Platonisches, eher so etwas wie einen Einfall. Mag „Idee“ stets ein bißchen vage klingen, meint man bei „Einfall“ sich hinsichtlich des Verständnisses heimisch und sicher zu sein. Dabei ist dieses Wortgeschöpf mindestens so unheimlich und rätselhaft wie jenes. Einfall ist nicht Einsturz, immerhin. Doch die Gewalt kommt von oben. Fragen schießen auf wie Pilze nach einem Regen Ende August oder im September. Wohin fällt das und woher kommt es. Weiß die Sprache erneut mehr als die bekannte Psychologie. Sprache ist alt, Psychologie ist jung. Wir stochern uns durch und hoffen auf ein Wunder, ich jedenfalls. Möge mir ein Einfall kommen, daß ich weiß, wie dieser Eintrag zu beenden ist. „Zu beenden ist“. Wer redet denn so – das sind doch die Verwaltungs- und Anordnungsautoritäten, die man voll des Mitgefühls versteht, deren Anweisungen aber nicht zwangsläufig entsprochen werden darf. Sonst landen wir noch sonstwo. Ach, ich möchte tanzen auf veralteten Gesetzbüchern. Anschließend werde ich sie besser verstehen.


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