Klärungen

Als müsse ich in Abständen, deren Entfernung zueinander ich nicht werde lernen können, durch Tunnelröhren krabbeln, unterirdisch gewissermaßen, denn ich bin kein Freund der Kanalisation, weiß sie jedoch zu schätzen, Sohn eines Wasserwirtschaftlers, als müsse ich hinunter und dort nach guter Luft schnappen und durch Bewegung wettmachen, was als Nichtbewegung zu Betäubung, Atemverlust und Herzstillstand führte. Denn dort ist keine Luft. Aber hier oben auch nicht. Deshalb doch wohl tauche ich ab und krieche ins Röhrensystem der unteren Verhältnismäßigkeiten. Ich war vorgestern schon traurig und gestern erschöpft und bin jetzt noch überfordert. Mit allem. Erneut ist ein Engpaß zu nehmen, eine Fragestellung (nett gesagt) zu beantworten, eine Schwierigkeit zu bewältigen. Mit jedem Tag, pathetisch gesprochen, wird mir klarer, daß es Aufgabe des Bootes und seines Kapitäns ist, auf den Wellen zu reiten und nicht unter sie zu geraten. Ja: das Wasser. Ja: die Bilder. Tauchgänge: auftauchen und abtauchen. Das große Meer und die Rinnsale. Die Rinnsale und das große Meer. Hier fließen Havel und Spree. In den Kanälen steht das Wasser, doch auch das täuscht.


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