Augenblick als Zeit

Heut‘ ging mir der Tag in Stücke, zerfiel oder zerbrach. Ich bin nicht traurig, ich bin derlei gewöhnt. Das viele Fühlen macht erschöpft. Ich komme mit dem Denken nicht dagegen an. Bild der Vase, die vom Sockel stürzt – Bild des Staudamms, der überläuft. Dauernd sind es Bilder, die enthalten sollen, was geschieht. Ich schließe die Augen, um ohne sie zu sein, für einen Augenblick nur. Niemand möchte mit einem Blinden tauschen. Doch ist es stets falsch, niemand zu sagen oder alle.


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