Nach einem Abend mit unterschiedlichen Leuten rund um den Tisch, die nach geraumer Zeit anfingen, sich zur Schnecke zu machen, sich Mangel an geltender und überlegener Moral vorzuwerfen, gar den Gebrauch unziemlicher Bezeichnungen, ganz und gänzlich gleich, ob sie zitierend oder ironisierend vorgebracht worden seien, war mir klar, daß Menschen von sich aus nicht friedensfähig sind. Andauernd wollen sie (wer immer sie sind) sich abheben, abgrenzen, unterscheiden. Grenzen ziehen. Hier ich und die Meinen, dort du und die Deinen. Deshalb bewundere ich den Frieden so sehr – er ist so ganz und gar unwahrscheinlich.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.