Damit man wieder leben kann

Als Kinder wurden wir die Dorfstraße hinunter zur Familie B geschickt. Dort sollten uns die Haare geschnitten werden. Dies geschah einige Male, Frau B, die ihr Handwerk gelernt hatte, frisierte uns in ihrer Küche. Dann wurden wir nicht mehr dorthin geschickt. Es hatte sich herausgestellt, daß unsere Friseurin Alkoholprobleme hätte und tagsüber bereits betrunken sei. Einmal erlebte ich selbst sie verwirrt und lallend, kann mich aber nicht mehr erinnern, ob dieses Erinnerungsbild in die Frisurküche oder nicht eher auf eines dieser Dorffeste gehört, auf denen sich alle dermaßen betranken, als müßten sämtliche Erinnerungen in einem Rutsch ausgelöscht werden.


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