Erst werden die Kriege geführt, dann kommen Romane und Verfilmungen. Im Westen nichts Neues möchte ich mir gleich ansehen, die Neuverfilmung. Obszön, einem Kriegsgeschehen zuzusehen. Da kann man nur mitmachen, sonst hat man wenig zu sagen. Erst werden Menschen vernichtet, dann baut man Denkmäler. Erst vernichten, dann errichten. Stets sind Gefühle vorrätig, für jenes und dieses, stets sind Ehrlichkeit und Verlogenheit dabei, stets besteht das Leben aus unreinem Metall. Soll man denn gar nicht mehr kämpfen, da der eigene Einsatz bereits mißbraucht wird. Unnütze Frage. Es wird gekämpft, gestorben, gemordet, angegriffen, verteidigt und hört nicht auf, trotz Pazifismus. Stoff für neue Helden und neue Epik. Niemand steht über den Dingen als Mensch, man müßte sich zum Gott befördern für klarere Sicht auf die Verhältnisse, doch wer vermag das. Sich einsetzen für etwas Gutes und Richtiges, auch wenn dieser Einsatz bis aufs Blut geht und das Fleisch zerschneidet und die Knochen darunter splittern. Das sind 1914-Gefühle, sie kehren zurück. Es führt übrigens zu nichts, das zu erkennen und zu benennen. Das ist nur für die Nachwelt und für die Eitelkeit, es bemerkt und angemerkt zu haben. 1914:2014. Wie abgeschmackt die Göttin der Geschichte agiert und der Mensch assistiert. So soll man nicht reden? Ach, wie soll man denn reden?
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