Über dem Ladengeschäft steht mit gelber Neonschrift BÜCHER, doch man kommt nicht hinein – es ist brechend voll. Die Bücher liegen gestapelt wie Steine in der Mitte des Raumes bis weit über Kopfhöhe (das ist der Mittelblock), und auch an den Wänden bilden sie Wälle. Das erinnert an einen Schützengraben. Ich erstehe Das Buch Blam von Aleksandar Tišma, die Taschenbuchausgabe. Ich habe alle Murakamis, sagt der Antiquar und zeigt auf den soliden Mittelblock und die starken Seitenwälle seiner Festung. Den Eintritt verwehrt er, steht zwischen rechtem Seitenwall und Mittelblock und gibt den Weg nicht frei. Als könne er Feinden nicht Zutritt gewehren. Das Buch Blam stammt aus der Angebotskiste vor seinem Laden. Mir ist auch, als wolle er gar nicht verkaufen, nur mehr noch die Festung ausbauen. Es dunkelt bereits, früh wird es Abend im November.
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