In einer Talkshow müßte jemand, den ich soeben erfinde, fortgesetzt von seiner fiktiven Freundin berichten, während die Talkmasterin etwas von Politik oder sonstwas würde wissen wollen. Geschlechtlich ist mir das uninteressant, weswegen meinetwegen auch diese zu jenem sprechen könnte, nur eben im Talkshow-Format, also hinein in die Fernseh- und Bewußtseinsdemokratie. Es gäbe also eine Frage zur Lage, ein Lockstoff wäre ausgelegt und erwartet würde eine sogenannte Stellungnahme. Im Irrealis meiner Phantasie erdreistete sich jemand, über ganz anderes zu sprechen – um auf solche Weise die Gewalt zu demonstrieren, die in der Gesprächslenkung besteht und sich zeigt. Vielleicht würden sie sogar zusammenfinden. Doch ist das schwierig unter den Bedingungen des Mediums. Es macht uns zu Unwirklichen. Nicht gerade zu Zombies, aber ähnlich verzerrt.
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