Wenn wir sagen, es geht uns gut, sagen wir das auch, weil wir wissen, wie übel es Menschen anderswo geht. Wir zeigen uns glücklich aus Erleichterung, denn die Lasten könnten noch schwerer sein. Für den Wohlstand, der uns angeboten wurde und den wir angenommen haben, erweisen wir uns dankbar. Wer dafür zahlt (außer uns selbst), beginnen wir zu ahnen. Wir wissen es seit langem und zeigen uns ratlos. Mit den Schultern zu zucken gehört sich nicht. Daß auch wir ausgenommen (zuvor gerupft) und „verheizt“ werden, wird durch das Alles-in-einen-Topf-Wir vertuscht. Trennen wir die „Wirs“, erkennen wir die erste, zweite, dritte, vierte Welt im eigenen Land. Zusammenhalt auf Kosten der Armen ist ebenso üblich wie pervers.
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