Schlangenweisheit

In letzter Zeit bin ich gerührt von Familien. Wie sie es schaffen, was sie machen: sich durch die Jahre bringen ohne größere Verluste. Zusammengewürfelte Truppen, bedenkt man Anlagen, Talente, Temperamente, in einen Ereignisraum gesperrt, der Wärme spenden muß und gefährliche Überhitzung ausleitet, seitens der Mitglieder einander verpflichtet wie zu Anbeginn, eine Keimzelle der Separation und des kollektiven Eigensinns, demzufolge ein Dorn im Augen der Normierung zu Größerem, eine Konkurrenzeinheit zu allem Staatlich-Korporativem, es sei denn, man gewönne die Eltern und überzeugte sie vom guten Sinn der übergeordneten Instanzen. Das liegt in der Vergangenheit, aber man soll es mitwissen, wenn es hart auf hart kommt. Es wurden Tribute entrichtet, und solcher Tribute soll man sich würdig erweisen. In alle Richtungen wird es brenzlig, fragt man genauer nach. Die Kinder hängen dazwischen und wenden sich Eigenem zu, indem sie es finden. Niemand ist nur für sich, selbst wenn man es wollte. Der Kontrolle gehört die Zukunft, flüstert die Angst.


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