Vorsatz

Warum nur geht mir vieles so lange nach? Es gibt weiß Gott ausreichend Neues, das Beachtung und Beobachtung fordert. Doch ich hänge fest in einer Furche, die der Ochsenpflug des Großbauern vor Unzeiten gezogen hat. Vielleicht kam ich darin zu Fall, vielleicht ließ ich dort ein Haar. Ich war mal modern, jetzt bin ich ewig. Vorüber und vorbei marschieren die Truppen des Fortschritts, ich winke ihnen lustlos nach. Habt Glück, rufe ich, leise meine Stimme. Ich höre nicht gut genug zu, ich bin schwer von Geduld. Was ich hier tue, gefällt mir. Die Zeiten plakatieren sich in Phrasen. Mal sollte man erobern und töten, später Reue tun. Das ging ineinander über, jeweils engagiert und eifrig. Alle sollten mitmachen. Erst töten, dann büßen. Erst machen, dann denken. Wer da den Überblick wahrt, gehört geehrt. Irren ist menschlich, sagen sie. Ja, mag sein. Irgendwann irgendwo wurde jemand (symbolisch) ermordet – und ich sinne ihm nach, werde ihn suchen und finden.


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