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Man idealisiert vieles – zum Beispiel die Brüder. Wer keine Brüder hat, wird sie sich erträumen. Wer keine Schwestern hat, wird sie sich ersehnen – so wie ich. Es kann einer nicht alles haben, heißt es. Ganz recht. Die Unterschiede zwischen Geschwistern arbeiten sich erst mit den Jahren heraus. Schließlich sieht auf sich und die Geschwister aus einer Ferne herab, die sich fast schon der Gerechtigkeit nähert. Wir sind so sehr anders, wie wir ähnlich sind. Ich finde das weder beruhigend noch beunruhigend. Ich sehe darauf wie auf einen Spielbericht, einen Wettzettel, einen Sinnspruch. Ich würde mich an meine Brüder wenden, aber nicht in jedem Fall. In „jedem Fall“ wende ich mich an niemanden.


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