Wie steht es um die Maskenpflicht? Es steht gut um die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt und des Landes Berlin. Nach meinen Schätzungen beträgt der Anteil der Maskentragenden in Bahnen und Bussen achtzig Prozent. Ich halte dies fest, damit später entschieden sein mag, ob es ihr zum Ruhm gereicht. Man sieht Berlin kritisch von außerhalb, ich habe das bei einem Besuch zur Jahreswende in Niedersachsen bemerkt. Es denkt sich dort: Hier bekommen sie nichts hin: den Flughafen nicht, die Wahlen nicht, das Silversterfest nicht. Stattdessen Straßenumbenennungen und Bewußtseinspolitik. Ja, was kann ich antworten? Straßenumbenennungen und Bewußtseinspolitik sind mir schnuppe, die Pannen sind bekannt und benannt, diese Stadt geht auf vier Millionen Einwohner (wie in den zwanziger Jahren) und platzt trotz seiner Flächenausdehnung wohnungsmäßig (häßliches Derivat) aus allen Nähten, und niemand oder kaum jemand dort draußen im Land hat eine Vorstellung, was hier geleistet wird. Mich empört nicht die Empörung dort draußen, sondern ich denke an diejenigen, die jeden Tag gute Arbeit leisten, damit wir hier leben können. Die Maskenpflicht ist längst eine Groteske, doch ich nutze sie hier, um liebgewonnene Vorurteile über die Stadt und das Land Berlin zu beleuchten. Nehmen wir Hannover mal sieben, dann ergibt das Berlin. Verdoppelt sich Hamburg, wird das Berlin. Hier die aktuellen Zahlen: Hamburg 1.853.935; Hannover 535.932; Köln 1.073.096; München 1.487.708; Frankfurt am Main 759.224; Leipzig 601.866; Dresden 555.351; Stuttgart 626.275; Berlin 3.677.472. Stand Dezember 2021, jeweils.
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