Regen, Wind und Sonne

Diese vergessenen Stunden eines Tages, in denen nichts passiert. Eine fast vollkommene Stille, nur ein leises Rumoren der Organe. Etwas essen, etwas trinken, aus dem Fenster blicken. Wind, Regen und Sonnenschein, aprilhaft. Die Sinne sagen, daß der Wind ein Akteur ist – daß er den mickrigen Strauch im Hinterhofbeet umreißen möchte. Aber der Wind will überhaupt nichts, genauso wenig wie der Berg ruft. Die vergessenen Stunden des Tags sind vielleicht die wichtigsten, weil in ihnen sich etwas legt. Zwischen die Ritzen der Fußbodenbretter oder hinter den Schrank auf den vergessenen Staub. Der war auch mal was. Derweil strengen sich die Künstler an, etwas Künstliches zu schaffen. Wie kompliziert das aussieht, wie lustig das ist.


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