Strahlend heller Februartag, nachts minus sieben Grad. Schneereste auf Sträuchern und Steinen. Die Sonne lacht, in mir lacht es auch. Der Himmel blau wie gemalt. Daß es eine Lust ist zu leben, verlernt sich im schwarzen Januar, zumal dann, wenn man ihn nicht zu nehmen weiß, diesen grimmigen Gesellen, den Griesgram unter den Monaten. Daß ich so viele Januargeborene kenne und mag, muß Liebe sein. Denn sonst wäre es Mitgefühl. Dem Februar eignet etwas Phantastisches – er ist der futuristischste aller Monate. Man kann sich plötzlich sonstwas denken und ausdenken. Warum nicht zu den Sternen fliegen, sicher wird das möglich sein. Noch ist es nicht soweit, noch ist Winter, noch ist es kalt. Aber bald, wartet nur ab, bald wird es Frühling sein – und dann ist alles möglich, dann hält uns nichts mehr und es erfüllen sich unsere Wünsche. Der März ist Arbeit, der April Quälerei – mahnt eine Stimme von innen. Doch im Stall scharren die Pferde mit den Hufen.
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