Märzschmerz

Vermutlich gibt es im I Ging ein Kapitel, das den Titel „Die Schwächung“ trägt, und wenn es nicht so lautet, wird es die „Die Verringerung“ heißen. Auch ohne den Beistand jenes überaus klugen und weisen Buches weiß ich, daß ich mich in einer Phase der Schwächung befinde. Es ist im Körper, und das weiß der Kopf. Die vergangenen Jahre haben mich gefordert. Ich habe Kräfte gelassen. Es ist schwer, einen eigenen Weg zu gehen, wenn von außen die Irritationen zunehmen und die äußere Verwirrung sich steigert zu einem Maß, daß das Innere angegriffen und getroffen ist. Mir war dieser Jahre, als könne ich mit einem Mal nicht mehr sprechen. Denn ich spreche doch, um (mich) verständlich zu machen. Wenn mich aber niemand versteht, kann ich genauso gut schweigen. Dann teilen wir nicht mehr den Sinn des Denkens, Fühlens und Sprechens. Wer oder was hat uns auseinandertreiben lassen – wer hat das angestellt. Waren wir selbst das, möchten wir das demnächst häufiger tun. Heute hätte ich mir fast den Knöchel verstaucht, weil ich bei einem Sprung falsch aufkam, vor zwei Tagen wäre ich beinahe ausgeraubt worden. Ich spüre deutlich die Wundmale der Verringerung.


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