Seltsamerweise war es leichter, die Treppen hinauf zum Bahnsteig immer zwei Stufen auf einmal zu nehmen, als jede einzelne zu benutzen und Schritt auf Tritt zu setzen wie in einem Kursus mit dem Unterthema ‚Wie man kraftsparend eine Treppe hinaufgeht‘. Seltsamerweise fiel das auf, als die Kräfte schwach schienen und ich bereits zehn Kilometer gelaufen war, dort draußen in der Gegend der Weidenbäume, Pappeln und Feuchtwiesen. Die Leute, denen ich begegnete, führten Hunde mit sich oder Pferde am Halfter. Eines der Pferde zeigte sich störrisch. So machte die Reiterin kehrt und führte das aufgeregte Tier auf dem Sandweg zurück in den Stall. Einmal riß die Wolkendecke auf und ließ Sonnenstrahlen durch. Die Perspektive war schuld, daß aus einem Ackerhügel eine Hochhaussiedlung ragte: die Rollberge-Siedlung in Waidmannslust, wegen der Straßennamen auch Schwarzwaldsiedlung genannt. Ich ging dem nach. Vor dem Hochhaus am Zabel-Krüger-Damm (Architekt: Hans Scharoun) blickte ich die 22 Stockwerke empor und sah einen kleinen Jungen, der aus einem Fenster sah. Ich wollte ihm winken wie einem Strafgefangenen, ehe mir einfiel, daß er ja hinaus kann. Der Gasthof in Lübars hat jetzt auch montags geöffnet.
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