Ich war noch nie so sehr frühling wie diesmal – mutig und mich vorwagend, verzagt und zögernd, obenauf und wieder unten. Unten wie gewohnt die letzten drei Jahre. Eine mißhandelte Kreatur, die versucht, sich in Würde zurückzuziehen, daß niemand sie berührt und verletzt. Frühling ist mir ein Eigenschaftswort nach dem Abfuck der verstrichenen und hergegebenen Zeit. Nein, hingegeben habe ich sie nicht, meine teure Zeit, meine wichtigen Stunden. Ich möchte voller Hingabe sein und zärtlich denken und fühlen, das Beste unterstellen und Gutes erhoffen. Ich möchte auch vertrauen und nicht verarscht werden. Versteht sich von selbst, nicht. Nun habe ich es eigens hingeschrieben, wird einen Grund haben, einen Abgrund vielleicht. Ich bin ausgepreßt wie ein, wie eine, wie … Hat mir jemand K.O.-Tropfen verabreicht? Nein, nicht körperlich. Körperlich bin ich wohlauf, aber seelisch möchte ich alle drei Tage weinen. Dann wieder lachen, bis mir der Rotz aus der Nase springt. Wie kaputt sind wir denn, weiß das jemand. Was haben wir mit uns getan, mit uns tun lassen. (Die Nachbereitung beginnt erst.)
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