Wo denn sich verbergen vor diesem gleißenden Sonnenlicht. Die Bäume spenden keinen Schatten, stehen dünn und ratlos vor dem hellblaugrau bewegten Himmel mit den jagenden Wolkenscharen. Schon kracht eine Böe ins Geviert und wirft den halben Obststand um. Besänftigend lacht die Sonne dazu, eine Art Heiterkeitsausbruch. Kurz darauf wird die Straße mit Graupel gepeitscht, die Menschen flüchten in die Hauseingänge und die Passagen. Der beginnende Frühling ist laut und roh, widersprüchlich und verletzend. Mir ist, als würde ich nackt über den Asphalt gezogen und spürte jede Blutperle einzeln auf der Haut. Geschmirgelt werden. Leben ist Erneuerung durch Zerstörung. Das Morsche und Abgestorbene wird weggerissen.
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