Vorfreude auf nachher. Mitternacht ist durch, in achtzehn Stunden stehen wir vor Publikum und zeigen, was wir können und tun. Routine wird das nicht, jedesmal ist es neu. Ich empfinde Auftritte nicht als eine Prüfung, auch das Wort ‚Herausforderung‘ ist abgetragen. Man muß mich nicht herausfordern, ich komme freiwillig aus dem Versteck. Zwar ist mir derzeit mehr nach Überstehen, doch ich hoffe, daß aus diesem Überstehenwollen Fünkchen geschlagen werden können. Wie ich es sonst meistens tue, möchte ich es auch diesmal halten: den Text für den Abend schreibe ich am Nachmittag. Demnach gehe ich gleich zu Bett, um solches zu schaffen. Doch bei mir weiß ich nie. Es kann ständig anders kommen. Die Vernunft führt sich bei mir anders auf. Ich ertrage und genieße das. Vielleicht stelle ich den Text, der nachmittags entsteht, um abends gelesen zu werden, am Tag danach (Sonntag) auf diese Seiten. Andererseits könnte es auch schön sein, ihn sich anzuhören und zuzusehen, während wir spielen und lesen. In diesem Sinne: ein herzliches Willkommen.
(Einladung etwas weiter unten, 29.3.2023)
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