Kann man sich denken

„All my favorite people are broken“ – ein erschütternder Vers. Halb sind sie Heilige, halb sind sie Sünder. Nichts Neues unter der alten Sonne, doch ergreifend dargeboten. Ich habe Angebrochen als Überschrift gewählt, weil ich mich eines Interviews mit Leonard Cohen erinnerte, in dem er sinngemäß sagte, daß dieses Gebrochen-, aber nicht Zerbrochensein den Künstler ausmacht. Falls ich mich gut erinnere und nicht hinzudichte, hielt er solche Lebensverletzung für grundlegend, um überhaupt Kunstwerke zu schaffen. Mit Menschen, die nicht gelitten haben, läßt sich kaum sprechen. Warum ist das so? Sie müßten doch die Intaktesten sein, sie könnten doch der Rejustierung oder Rekalibrierung dienen.


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