Liebe wird gemacht, Sex gehabt. Das verstehe, wer will. Vielleicht sind die Formulierungen eingeschleppt. Weiterhin ereifern sich gebildete Menschen, wenn gesagt wird: Das macht Sinn. Für sie soll etwas Sinn ergeben. Nicht jeder entwickelt einen Sinn für solche Nuancen. Sprachpflege ist Praxis des Sprechens. Nicht andere belehren, sondern selbst gut sprechen. Das treffende Wort finden und es in ein passendes Bild fügen, auf die Satzmelodie achten und bei der Intonation nicht übertreiben. Bildlichkeit stiftet an zu interessantem Denken, denn die Vorstellungskraft ist aktiviert. Hier zieht es wie Hechtsuppe, mag als ein unpassender Vergleich getadelt werden, doch die Intelligenz arbeitet sich daran ab. Haben oder Sein fragte Erich Fromm. Läßt sich Liebe machen wie etwas Technisch-Handwerkliches? Als Jugendliche waren wir verrückt nach solchem Know-how und lasen in den Jugendmagazinen, was erwachsene Redakteure uns dazu mitgeben wollten. Sie waren Bravo-Ratgeber, Leute der sexuellen Revolution.
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