Semantik und Pragmatik

Mit Worten allein hat man nicht recht. Bestenfalls gelingt es, über sie zu entkommen. Worte sind Schall und Rauch, wenn hinter ihnen nichts steht. Hinter den Worten sollten die Bedeutungen stehen, aber die Bedeutungen schreien nach Deutungen, insbesondere in der jeweiligen Situation. Es kommt darauf an, wer spricht. Hinter Worten können Gewalten stehen. Durch die Worte werden sie entriegelt, entfesselt, losgelassen – schon prescht die Meute los und giert nach Blut, Ruhm, Ehre. Man sollte autorisiert sein, will man die großen Worte verwenden oder auch nur anspielen. Woher weiß man, daß man es ist: Die Vermessenheit der Künstler ist immens. Doch so entstehen Werke. Das Sendungsbewußtsein der Staaten- und Menschenmengenlenker ist immens. So entstehen starke Richtungswinde.


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