Nachts nicht schlafen zu können … Den Schlaf erzwingen wollen, wenn es denn möglich wäre. Eine Tablette einwerfen oder andere feinstoffliche Beeinflussungen vornehmen. Sich müde trinken. Filme sehen, bis man nichts mehr sieht oder versteht. Nachts nicht schlafen zu können kenne ich von Kindheit an. Die Erlebnisse des Tages und die Ängste meiner jungen und ungesicherten Existenz folgten mir in die dunkle Nacht. Es wäre gut gewesen, wenn mich meine Eltern länger zu sich genommen hätten. Allerdings tat man das nicht, wenigstens nachts wollten oder sollten die Eltern Ruhe haben vor ihrem Kind. Und dem Kind war aufgetragen, nun zu schlafen. Es war ja bereits dunkel oder bereits 19 Uhr. Ich war also bereit für die Alpträume. Vorher wälzte ich mich im Bett hin und her und erfand einen Begriff dafür, falls man mich fragen sollte, was ich da tue. Ich nannte es waulen. Durch mein Waulen fand ich in den Schlaf und wurde mit schlimmen Träumen dafür belohnt. Ich schlief im Nebenzimmer, niemand wußte, was mit mir los ist. Ich starb vor Angst, doch ich blieb am Leben. So wird man groß und stark, um vom eigentlichen ins uneigentliche Sprechen zu wechseln.
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