„Hoffnung bedeutet, die Macht über das eigene Schicksal abzugeben und es den Launen des Windes zu überlassen. Meine Familie hofft nicht. Wir kämpfen, woran wir glauben, bis wir es haben – oder daran zerbrechen.“ So spricht die Erzählerstimme in 1923, neben 1883 eine der beiden Ausgründungen der US-amerikanischen „Neowesternserie“ Yellowstone. Hoffnung – Macht – Schicksal – Laune – Kampf – Glaube – Besitz. Hoffnung aspiriert auf eine Macht, die nicht die eigene ist. Hoffnung ist Ohnmacht. Kampf soll die entstandene Ungewißheit beseitigen und das Schicksal in die Gunstgewährung zwingen. Den Launen des Schicksals ist aber unbedingt zu mißtrauen. Der eigene Kampf gilt dem Glauben und vermählt sich ihm, denn er garantiert den Besitz. Das ist recht abenteuerlich argumentiert, doch es entspricht dem Geist der Familie Dutton, deren Geschichte die Serien erzählen sollen. Sieger setzen selten und dann nur recht ungern auf Hoffnung. Hoffnung auf wen, auf was, und wann dann! Die Rufe verhallen in den Gängen des Labyrinths. „Wenn Wahnsinn etwas Greifbares wäre, dann wäre es Krieg“, sagt einer der Protagonisten in Folge 4. Die Familie ruft ihn zurück in ihre Gefechte.
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