Mir ist, als lebten wir in ruppiger Zeit. Das Grobe muß reichen, fürs Feine langt es nicht. Das heißt: es soll schnell gehen. Dafür oder dagegen. Links oder rechts. Mit all dem dazwischen möchte man sich nicht eigens beschäftigen, es bremst den Eifer und kompliziert die Wahl. Eindeutigkeit ist die Lust der Denkfaulen und Diskussionsmüden. Wer könnte oder wollte es ihnen verübeln. Auf verübeln reimt sich verdübeln, nur daß das niemandem dient. Ich schwippe hier nur so herum, denn es ist Sommer und die kürzeste Nacht des Jahres mag sich geehrt fühlen durch jemanden, der sie nicht schlafend verbringt, sondern den Geräuschen lauscht, die aus dem Dunkel dringen. Gewitter sollen nahen. Ich bange um meine Tomatenpflanzen, denen es noch besser geht als mir.
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