Blitze erhellen flackernd die Nacht. Die angekündigten Gewitter haben Berlin erreicht. Es regnet leise und nicht zerstörerisch. Ich hätte die Tomatenpflanzen nicht in den Hausflur stellen müssen. Sie sind groß geworden und tragen bereits erste kleine Früchte. Letztes Jahr war ich zu spät dran, in diesem Jahr möchte ich es besser machen. Ich bin kein Gärtner, doch ich möchte lernen. Ich liebe das Geräusch des Regens und wünsche, daß er mich in den Schlaf begleitet. Regen besänftigt die aufgepeitschten Gemüter und kühlt die Sinne. Auf die zeitliche Länge hin legt sich die Panik und gibt Sicht frei auf die Wirklichkeiten. Viel los letztens in unseren Gegenden, Streß seit zwanzig und mehr Jahren. Der läßt sich thematisch und zeitlich sortieren. Ich werde solchen Streß verlassen und mich Wichtigerem zuwenden. Das Gehirn ist ein vorlautes Organ.
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