Slalomstangen

Selbstsuche. Selbstverwirklichung. Suche nach sich selbst, als sei man verloren gegangen vor Jahren. Man kann einen Suchtrupp zusammenstellen, vielleicht wird der fündig. Sich verwirklichen, als sei man nicht wirklich genug oder schon ganz und gar unwirklich geworden. Was ist denn da los, wo nichts los ist. Mißlungene Anpassungsoperationen. Ich bin verlaufen im Dschungel der Gegenden und widersprüchlichen Signale; jetzt weiß ich kaum mehr, wer ich bin. Wer war ich denn, einstmals, als es begann und sich aufbaute zur Person. Es wird gezogen und gezerrt an der Person – viele wollen einiges. Ich bin der, der zu selten widerspricht. Ich bin die, die nicht nein sagen kann. Ich bin der, der sich nicht traut, nach dem Weg zu fragen, und lieber sein Gerät zückt, um solcherart den eigenen Standort ermitteln und über die Zieleingabe sich maschinell führen zu lassen. Bin ich der, bin ich das? Manche hat es entleert über die Jahre, als habe man ein Leck geschlagen in die Außenwand des schönen Gefäßes. Da lief es raus. Meine Selbstsuche ist abgeschlossen, denke ich. Ich bin mir wirklich und unwirklich genug. Ob ich deshalb über mich verfüge, mich im Griff habe, in bester Kontrolle? Ach nein, so doch nicht. Mir scheint, als müsse ich mich kaum mehr behaupten. Ein gefährlicher Zustand.


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