Schritte tun. So kommt man voran. Ich bin nicht bei mir, während ich Schritte setze, habe nicht einmal ein Ziel. Schritt für Schritt, sagt man, doch ich wanke. Es ist, als wäre der Gehweg rutschig oder glatt, als läge Schnee oder Bodenfrost hätte sich festsetzen können. Dabei ist es August und ein wenig warm. Während ich gehe, überdenke ich meine seltsamen Schrittfolgen. Bin ich mit der Erde nicht verbunden, mit mir selbst schlecht verbunden, warum gerate ich nicht ins Gehen? Nach etlichen Kilometern (ich mag das Wort an dieser Stelle nicht, denn ich messe nicht nach) komme ich in einen Rhythmus, der zu mir passen könnte und den ich annehmen kann. Ich laufe jeden Tag anders, selbst in der Wohnung. Am Gang erkenne ich einen Menschen schon von weitem. Wie jemand geht, ist ausdrucksvoll. Jeden Tag gehe ich anders und während des Tages noch einmal anders und auch nachts, falls ich nachts unterwegs bin. Meine Art zu gehen wurde bereits holgern genannt. Ja, das scheint eine Aufgabe zu sein: zu gehen, wie man ist.
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