Wer es nicht ist, wird es werden

Als ob sich die Decke senkt, unmerklich zunächst, aber langsam, schwer und sicher. Fast läßt sie sich berühren. An ihr hängen Tropfen, denn es wird geatmet. Wir müssen hier raus, ruft jemand. Doch niemand weiß, wohin. Lassen die Fenster sich öffnen. Man müßte sie eintreten und die Scherbenränder entfernen. Aus welcher Höhe fallen wir. Keine Ahnung, 21. Stock, sagt jemand. Wir kennen uns nicht gut. Nachts sind die Notausgangsschilder beleuchtet, wir haben Strom, er wird durchgelassen. Müßte man jetzt nicht Optimist sein, fragt ein Sitznachbar. Sie drohen uns nur, sie tun es nicht.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Wer es nicht ist, wird es werden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert