Nicht weit von hier unterirdisch

Neue Staffel von Babylon Berlin, ich beginne noch einmal bei Null. Erste Staffel, zweite Episode: U-Bahnstation Hermannstraße, die gelbgraue Kathedrale, das Herz geht mir auf. Dort hinunter steige ich alle Tage. Derzeit wird gebaut, es gibt wenig zu sehen, nur Bauzäune, also Wände; dahinter die Geräusche von Maschinen und Menschen. 2016, als sie dort drehten, war alles frei und groß. Oft dachte ich damals: Hier müßte man ein Konzert stattfinden lassen, eines Abends, eines Nachts. Eine rauschende Ballnacht, ein Fest der Sinne. Die Gleise wären für ein paar Stunden gesperrt und überbrückt, wir feierten die guten Verbindungen, die Zuverlässigkeit und den Verkehr, den Untergrund und die Phantasie. Es ließen sich noch höhere Töne spucken, doch einstweilen kehre ich zurück in die Inszenierung eines Berlins der Zwanzigerjahre


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