Kinder und Enkel des Infernos

Es gibt einen kategorialen Unterschied zwischen einer Situation, in der man selbst kämpft und Faustschläge zu parieren und einzustecken hat, und jener, in der man solchem Kampf beiwohnt und ihn möglicherweise kommentieren zu können meint. In jedem Fußballspiel, dem wir beiwohnen, ergibt oder eröffnet sich dieser Unterschied. Die da unten, wenngleich wohlbezahlt, tragen es aus. Wettkampfsportler sind Gladiatoren. In den Kriegen, die wir vom Bildschirm kennen, findet sich dieser Unterschied gesteigert. Im schlimmsten Fall wissen wir hier nichts oder fast nichts. Informationen ersetzen nicht Erlebnisse, die sich zu Erfahrungen verdichten und ein Wissen ergeben, unweigerlich, das von Leben und Sterben und Tod durchtränkt ist. Wir sind informiert und wissen dennoch wenig. Als lediglich Informierte sind wir darauf angewiesen, aus eigenem Erleben beitragen zu können. Zum Glück für uns sind wir nicht kriegserfahren, vielmehr ahnungslos wie Zivilisten. Vor zwei Generationen war das anders.


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