Seltsam, daß mir daran liegt, so zu sprechen

Sind die Dinge ausgesprochen, liegen sie zur freien Verfügung, lassen sich auflesen oder unter das Sofa kicken. Man kann Aufhebens darum machen oder nicht. Niemand möchte die Gefühle eines anderen verletzen, wie man selbst nicht verletzt werden möchte. So zeigen sich Rücksichtnahme und Anstand. Anständig zu sein – man sagt das kaum mehr. Anständig zu sein bedeutet, nicht das zu tun, was einem andere raten, nämlich: die vermeintlich bessere Position auszunutzen, um den vermeintlichen Gegner unschädlich zu machen. Anständig verhält sich ein Ritter, der seinem Gegner die Hand reicht und ihm aufhilft, nachdem dieser gestolpert, zu Boden gegangen und wehrlos ist. Es gehört sich nicht, auf jemandem herumzutrampeln, der dort liegt, wo man selbst nicht liegen möchte. Wer einen Schwächeren drangsaliert, verdient Verachtung. In diesen Dingen ist äußerste Sorgfalt vonnöten. Die Barbarei ist einen Schrittweit entfernt. Gnade uns Gott, wenn wir ihn tun. Achte deine Gegner wie dich selbst.


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