Es ist gut, daß ich beinahe täglich lange Fahrten in Untergrund- und Schnellbahnen zu absolvieren habe, hier in Berlin, in einer rasenden und müden großen Stadt. So bin ich unter Menschen, so kann ich allein sein. Mittags war es ruhig, die Fahrgäste schienen zu träumen. Eine Frau blätterte in einem Bildband, auf der Sitzbank gegenüber stammelte ein Mann und sprach doch klar. Seine Begleiterin nickte im Takt seiner gebrochenen Sätze. Kinder stürmten herein und freuten sich des Schulschlusses. Freitage sind wunderschön. Eine Müdigkeit lag auf allen, und da sie auch auf mir lag, konnte ich sie spüren. Neuerdings sehe ich nicht nur die Gesichter so deutlich. Ich kann mir Zeit nehmen. Wir haben gemeinsam und gründlich die Welt wie einen vielbeflogenen Vogelfelsen mit Meinungen zugeschissen. Ich möchte mich einzelnem widmen.
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