Verbunkerung

Die Hoffnung scheint zerstört. Ein Wort wie Krisenmanagement taucht wieder auf und bleibt. Nicht nur die Korridore werden schmaler, auch der Horizont verengt sich auf die Sichtmaße eines Sehschlitzes. Befallen von bösen Ahnungen verleben die Bürger ihren kollektiven Advent. Es soll gut ausgehen, besagen die Gebete. Doch für wen? Daß wir in der besten aller Welten leben, ist vorausgeschickt. Wer nichts mehr hofft, befestigt sich im Bestehenden. Die Diskurse sind entgleist, niemand bringt oder zwingt sie zurück in die Spur. Das Dagegen fällt schlimmer aus als das Dafür – oder umgekehrt. Im Spiegelkabinett lauter Fratzen. Es gibt noch Musik, weiter hinten in dieser Anlage ist ein Café, da wird noch getanzt. Gehen Sie dorthin, ich sehe Ihnen an, daß Sie dort gut aufgehoben sein könnten. Eines Tages dürfen wir wieder hinaus.


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