Wintertage können hart sein. In der U-Bahn todmüde Fremde, nach hinten gelehnt, die Augen geschlossen. Die Erschöpfung. Das Berliner Fenster, unser U-Bahnfernsehen, schickt Aufmunterung, wenn nicht Rettung in Form eines Zitats. „Ich will Bücher und Babys und Rindergulasch.“ Mit Sylvia Plath läßt sich noch der schlimmsten Tristesse trotzen. Daß es mit ihr nicht gut ausging, besagt gar nichts. Mit wem geht es schon gut aus? Muß es gut ausgehen, und wer entscheidet, was ein guter Ausgang ist? Wir müssen zahlen, soviel ist gewiß.
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Für Sylvia Plath war der Ausgang aber wahrlich beschissen.