Viele Texte entstehen des Nachts in einem Zustand einer gewissen Enthobenheit. Die schätze ich sehr. Wäre ich ein Heißluftballon, wünschte ich das Kappen der Ankerseile herbei. Zugleich bin ich vorsichtig und verfliege mich selten. Doch es kann geschehen. Ich falle meinem Fehler nicht in den Rücken, sondern lasse ihn stehen. Man kann ihn sich markieren. Auch ich will von ihm lernen. Die Fehler sind das Interessanteste. Ich liebe sodann den Übermut. Er gefällt mir besser als der Untermut. Vorsicht mag gut sein, Feigheit riecht. Man darf sich was trauen, sonst vertraut man sich nicht. Angst hat niemals recht, gegen Furcht ist wenig zu sagen. Noch immer kreuzen Erinerungen und Gedanken an die vergangenen schlimmen Jahre mein Bewußtsein. Die Wunden sind verschorft, doch noch sichtbar. Ich kann verzeihen, aber nicht vergessen. Ich freue mich auf ein Lagerfeuer bald im Garten der Freunde.
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