Ich bin nicht meine Texte, ich schreibe sie nur. Ich bin in meinen Texten, wie sie zuvor in mir waren. Schreiben ist ein impulsiver Akt. So entstehen Dokumente. Unser Geschichtslehrer warf mir mangelnde Ausgewogenheit vor – das ist mehr als vierzig Jahre her. Vielleicht lebt er noch. Er war es auch, der uns beibrachte, daß es eine deutsche „Wiedervereinigung“ nicht geben könne. Ich hoffe, er lebt noch und erfreut sich guter Gesundheit. Der Zeitgeist und seine unterschiedlichen Ausprägungen machen mich spöttisch. Einer reagiert auf den anderen, der sagt, er reagiere bloß. Niemand ist schuld, alle haben recht. Wie befriedigend, wie gemütlich. Ich bin schon auf die nächsten Texte gespannt, damit ich sehe, was in mir steckt.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.