Daß ich bedürftig bin, hat der Spätkauf-Chef erkannt. Ob ich einen Whisky mag, fragt er. Nach kurzem Zögern sage ich ja. Er zaubert hinter dem Verkaufstresen eine kleine Mokkatasse hervor, füllt sie mit Jack Daniels. Wir stoßen an: Auf das gute Leben. Whisky ist nicht meine Kultur, sagt er. Er kommt aus der Türkei, sein Bruder ist zugeschaltet via Whatsapp. Schon winken wir uns zu über die Tausende von Kilometern hinweg. Ob ich den Whisky wasserverdünnt lieber mag. Ja, das ist mir recht. Alkohol ist gut, sagt der Chef. Man kann so manches besser ertragen. Aber man muß aufpassen. Ich sage, daß ich Bier mag, da es mich beruhigt. Manche sind so, manche sind anders, sagt er. Daß ich bedürftig bin, weiß ich sehr. Nicht nach Whisky oder Bier. Die Verhältnisse machen mich traurig, und daß ich in ihnen sein muß und nicht weiß, was ich tun kann. Wenn ich schreibe, probiere ich aus, ob es hilft.
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